Weekly Backlog KW 25/2026
Katrin Peter 13 Minuten Lesezeit

Weekly Backlog KW 25/2026

Diese Woche habe ich mich mehrfach gefragt, ob wir in der IT eigentlich Probleme lösen oder nur die Namen der Probleme austauschen.

🧠 Editorial

Diese Woche habe ich mich mehrfach gefragt, ob wir in der IT eigentlich Probleme lösen oder nur die Namen der Probleme austauschen.

Früher waren es Vendor Lock-in, Shadow IT und unsichere Plugins. Heute heißen sie KI-Assistenten, digitale Souveränität und Supply-Chain-Angriffe. Das Ergebnis ist erstaunlich ähnlich.

Wir schauen auf eine kritische Copilot-Lücke, die große Souveränitätsdebatte rund um Anthropic und US-Technologie, Volkswagens europäische Cloud-Pläne und einen WordPress-Hack, der zeigt, warum Vertrauen manchmal die größte Schwachstelle ist.

Außerdem dabei: ein lesenswerter Gastbeitrag von Marcus Krämer, der erklärt, warum sich die WordPress-Community ausgerechnet im Saarland zum Klassentreffen der Branche verabredet.

Viel Spaß beim Lesen. Die Realität war diese Woche wieder kreativer als jede KI.

📰Tech-News:

Kritische Copilot-Schwachstelle: Ein Klick hätte für Datenabfluss gereicht

Sicherheitsforscher von Varonis Threat Labs haben eine kritische Schwachstelle in Microsoft 365 Copilot Enterprise Search aufgedeckt, die Angreifern unter bestimmten Umständen den Zugriff auf sensible Unternehmensdaten ermöglicht hätte. Die Sicherheitslücke, die unter der Kennung CVE-2026-42824 geführt wird, wurde inzwischen von Microsoft serverseitig behoben.

Besonders brisant: Für einen erfolgreichen Angriff hätte bereits ein einziger Klick auf einen legitimen Microsoft-Link ausgereicht. Weder eine Passwortabfrage noch weitere Benutzerinteraktionen wären erforderlich gewesen.

Die Forscher kombinierten dabei drei unterschiedliche Schwachstellen zu einer Angriffskette namens „SearchLeak". Über manipulierte Suchparameter konnte Copilot dazu gebracht werden, interne Daten wie E-Mails, Kalendereinträge oder Dateien aus Microsoft 365 auszulesen. Durch eine Kombination aus Prompt-Injection, einer Rendering-Schwachstelle und einer Umgehung der Content Security Policy konnten die Informationen anschließend an externe Server übertragen werden.

Besonders kritisch war die Möglichkeit, zeitlich begrenzte Einmalcodes für Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), Passwort-Reset-Links oder andere sensible Informationen aus Postfächern auszulesen. Darüber hinaus hätten Angreifer potenziell Zugriff auf Dokumente aus SharePoint, OneDrive sowie Besprechungsnotizen erhalten können – allerdings immer nur im Rahmen der Berechtigungen des angemeldeten Benutzers.

Die Schwachstelle zeigt erneut, dass KI-gestützte Systeme neue Angriffsflächen schaffen. Klassische Sicherheitsprobleme wie Cross-Site-Scripting, Race Conditions oder Server-Side Request Forgery (SSRF) erhalten durch Large Language Models und Prompt-Injections eine neue Dimension. Angreifer müssen nicht mehr direkt Systeme kompromittieren, sondern können die KI dazu bringen, sensible Informationen selbst zu verarbeiten und weiterzugeben.

Microsoft hat die Sicherheitslücke bereits geschlossen. Unternehmen sollten dennoch ihre Copilot-Nutzung überprüfen, ungewöhnliche Suchanfragen analysieren und den Zugriff auf sensible Daten nach dem Prinzip der minimalen Berechtigung einschränken. Denn je weniger Daten eine KI indexieren kann, desto geringer fällt der potenzielle Schaden künftiger Sicherheitslücken aus.

Der Vorfall unterstreicht, dass die Absicherung von KI-Systemen zunehmend zu einer zentralen Herausforderung der Unternehmenssicherheit wird.

🔗https://thehackernews.com/2026/06/one-click-microsoft-365-copilot-flaw.html

Die Illusion der digitalen Souveränität

Wenn das immer noch nicht reicht, um die Debatte über digitale Souveränität zu beenden, weiß ich auch nicht mehr, was noch passieren muss. Die US-Regierung ordnet an, dass Anthropic den Zugang zu seinen neuesten KI-Modellen für ausländische Staatsangehörige sperrt. Wenige Stunden später sind die Modelle weg.

Und während in den USA offen demonstriert wird, dass fortschrittliche KI längst als strategische Technologie betrachtet wird, diskutieren wir in Deutschland immer noch darüber, ob AWS European Sovereign Cloud oder ähnliche Konstruktionen angeblich ein ausreichendes Maß an Unabhängigkeit schaffen. Wie lange wollen wir uns diese Geschichte eigentlich noch erzählen? Wer wirklich noch immer glaubt, digitale Souveränität entstehe dadurch, dass amerikanische Technologie in europäischen Rechenzentren betrieben wird, verwechselt noch immer Standort mit Kontrolle.

Die entscheidende Frage war nie, wo die Daten liegen. Die entscheidende Frage ist, wer die Regeln bestimmt.

Wer entscheidet über Zugriff? Wer entscheidet über Funktionen? Wer entscheidet darüber, welche Technologien genutzt werden dürfen und welche nicht? Wer kann politische Vorgaben unmittelbar technisch durchsetzen?

Die Antwort lautet in diesem Fall nicht Europa. ❌

Genau deshalb ist die Vorstellung so absurd, man könne die zentralen Bausteine der eigenen digitalen Infrastruktur dauerhaft an außereuropäische Anbieter auslagern und gleichzeitig von Souveränität sprechen. Man kann Abhängigkeit nicht durch Vertragswerke wegdefinieren. Man kann sie nicht durch neue Zertifikate beseitigen. Und man kann sie auch nicht durch das Wort „sovereign" im Produktnamen verschwinden lassen.

Die Anthropic-Entscheidung zeigt in aller Deutlichkeit, worum es tatsächlich geht: Wer die Technologie besitzt, kontrolliert die Technologie. Und wer die Technologie kontrolliert, setzt im Zweifel auch die politischen Rahmenbedingungen durch.

Dass wir diese Diskussion 2026 überhaupt noch führen müssen, ist eigentlich das Erschreckendste an der ganzen Geschichte.

🔗https://www.cnbc.com/2026/06/12/anthropic-disables-access-to-fable-5-and-mythos-5-to-comply-with-government-directive.html

Deutschlands Verwaltungsdigitalisierung: Das Problem ist nicht das Geld

Deutschland investiert seit Jahren erhebliche Summen in die Digitalisierung seiner Verwaltung. Dennoch bleibt der Fortschritt aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger enttäuschend. Während digitale Services in der Privatwirtschaft längst selbstverständlich sind, kämpfen Behörden noch immer mit Papierakten, Medienbrüchen und inkompatiblen Systemen.

Der Grund dafür liegt laut Experten weniger im fehlenden Budget als in strukturellen Problemen. Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen sind oft unklar geregelt, einheitliche Standards fehlen und viele Digitalisierungsprojekte werden isoliert entwickelt. Das Ergebnis ist ein Flickenteppich aus Einzellösungen, die nur eingeschränkt miteinander kommunizieren können.

Besonders deutlich wird dies bei der Dateninfrastruktur. Obwohl zahlreiche Verwaltungsleistungen mittlerweile digital beantragt werden können, erfolgt die weitere Bearbeitung häufig noch analog. Ein Beispiel ist der digitale BAföG-Antrag, der in vielen Fällen weiterhin ausgedruckt und manuell abgelegt werden muss, weil durchgängige digitale Prozesse fehlen.

Hinzu kommt ein Mangel an strategischer Steuerung. Viele Entscheidungen werden ohne ausreichende digitale Expertise getroffen, während gleichzeitig Fachkräfte fehlen, die moderne Verwaltungsprozesse entwickeln und betreiben könnten. Der öffentliche Dienst steht zudem vor einer gewaltigen demografischen Herausforderung: Bis 2030 wird mehr als ein Drittel der Beschäftigten altersbedingt ausscheiden. Die daraus entstehende Personallücke könnte die Modernisierung zusätzlich erschweren.

Experten fordern daher einen grundlegenden Kurswechsel. Statt immer neue Einzelprojekte aufzusetzen, brauche es eine gemeinsame Zielarchitektur, verbindliche Datenstandards und klare Verantwortlichkeiten. Nur wenn Systeme über Verwaltungsgrenzen hinweg zusammenarbeiten können, lassen sich digitale Angebote schaffen, die für Bürgerinnen und Bürger tatsächlich einfacher, schneller und effizienter sind.

Die zentrale Erkenntnis lautet daher: Deutschlands Digitalisierungsproblem ist längst kein Technologieproblem mehr. Die notwendigen Werkzeuge existieren. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, organisatorische Strukturen, Zuständigkeiten und Prozesse an die Anforderungen einer modernen digitalen Verwaltung anzupassen.

🔗 https://www.heise.de/hintergrund/Missing-Link-Warum-Deutschlands-Behoerden-bei-der-Digitalisierung-stagnieren-11331433.html

VW setzt auf europäische Cloud: T-Systems übernimmt Konzern-Infrastruktur

Volkswagen geht bei seiner Cloud-Strategie einen ungewöhnlichen Weg und setzt künftig auf eine europäische Alternative zu den großen US-Hyperscalern. Der Automobilkonzern hat die Telekom-Tochter T-Systems damit beauftragt, die neue „Group Private Cloud 2.0" aufzubauen und weltweit zu betreiben.

Die neue Infrastruktur soll künftig als zentrale Plattform für Anwendungen aller Konzernmarken dienen – darunter Volkswagen, Audi, Porsche und Skoda. Neue Anwendungen werden direkt in der Cloud-Umgebung entwickelt und betrieben, während bestehende Systeme schrittweise migriert werden sollen.

Mit dem Projekt verfolgt Volkswagen vor allem das Ziel, seine digitale Souveränität zu stärken. Durch den Betrieb kritischer Anwendungen innerhalb des europäischen Rechtsraums sollen Datenschutzanforderungen einfacher umgesetzt und die Abhängigkeit von Anbietern wie AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud reduziert werden. Gleichzeitig verspricht T-Systems hohe Sicherheitsstandards sowie direkten Zugang zu KI-Infrastrukturen für industrielle Anwendungsfälle.

Der Schritt zeigt einen wachsenden Trend in Europa. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten, regulatorischer Anforderungen und Diskussionen um Datensouveränität prüfen immer mehr Unternehmen, welche kritischen Systeme sie weiterhin bei internationalen Cloud-Anbietern betreiben möchten und welche Bereiche sie wieder stärker unter eigene Kontrolle bringen.

Allerdings ist der Strategiewechsel nicht ohne Risiken. Zwar reduziert Volkswagen die Abhängigkeit von US-Hyperscalern, schafft gleichzeitig aber eine neue Abhängigkeit von T-Systems als zentralem Infrastrukturpartner. Hinzu kommt die enorme technische Herausforderung, historisch gewachsene IT-Landschaften eines globalen Konzerns in eine neue Cloud-Umgebung zu überführen. Solche Transformationsprojekte gelten als komplex, kostenintensiv und fehleranfällig.

Dennoch könnte das Projekt Signalwirkung für andere europäische Unternehmen haben. Sollte Volkswagen nachweisen können, dass eine europäische Private-Cloud-Lösung wirtschaftlich konkurrenzfähig und technologisch leistungsfähig ist, dürfte die Debatte um digitale Souveränität in Europa neuen Auftrieb erhalten.

🔗 https://www.heise.de/news/VW-setzt-auf-die-Telekom-T-Systems-baut-weltweite-Cloud-fuer-Volkswagen-11331601.html

🗣️LinkedIn-Beitrag der Woche

Der LinkedIn-Beitrag der Woche kommt diesmal von Furkan Yildiz.

In seinem Beitrag nimmt er die KI-Strategie von Microsoft scharf unter die Lupe. Ausgangspunkt ist ein internes Dokument, in dem offenbar beschrieben wird, wie Nutzerinnen und Nutzer stärker an KI-Assistenten gebunden werden sollen. Yildiz kritisiert dabei vor allem die wachsende Abhängigkeit des Mittelstands vom Microsoft-365-Ökosystem und stellt die Frage, ob KI-Produktivität wirklich mit Vendor Lock-in, sensiblen Unternehmensdaten in fremden Plattformen und steigender Abhängigkeit bezahlt werden sollte.

Der Beitrag ist pointiert, unbequem und genau deshalb lesenswert. Er passt perfekt in die aktuelle Debatte um digitale Souveränität, europäische Alternativen und die Frage, wem Unternehmen ihre Daten, Workflows und Zukunftsfähigkeit anvertrauen.

🔗 https://www.linkedin.com/posts/furkan-yildiz-fluesta_make-people-addicted-das-ist-kein-zitat-share-7472535569005355008-lyBB/?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAADCSWyQBU4m7hUbXDJqk27ftrkLIYOZzONU

🚨 Security Alert:

Supply-Chain-Angriff auf WordPress-Plugins gefährdet über 1,2 Millionen Websites

Sicherheitsforscher von Sansec haben einen großangelegten Supply-Chain-Angriff auf mehrere populäre WordPress-Plugins des Herstellers Awesome Motive aufgedeckt. Betroffen sind nach aktuellem Kenntnisstand die Plugins OptinMonster, TrustPulse und PushEngage, die zusammen auf mehr als 1,2 Millionen aktive Installationen kommen.

Nach Angaben der Forscher wurde Schadcode über die Infrastruktur des Herstellers verteilt und in Form von JavaScript-Dateien nachgeladen. Besonders gefährlich: Die Malware wird erst aktiv, wenn sich ein Administrator auf der betroffenen Website anmeldet. Anschließend erstellt sie heimlich einen neuen Administrator-Account und installiert ein verstecktes Backdoor-Plugin, das dem Angreifer dauerhaften Zugriff auf das System ermöglicht.

Das Backdoor-Plugin tarnt sich als legitimes Wartungswerkzeug und erscheint nicht in den üblichen Plugin-Listen von WordPress. Dadurch kann eine Kompromittierung über längere Zeit unentdeckt bleiben. Die Zugangsdaten der neu angelegten Konten sowie weitere Informationen über das betroffene System werden laut Sansec verschlüsselt an externe Server übertragen.

Besonders brisant ist, dass es sich nicht um eine Schwachstelle in WordPress selbst handelt. Stattdessen wurde offenbar die Lieferkette kompromittiert. Nutzer erhielten die manipulierten Dateien über eine eigentlich vertrauenswürdige Quelle. Genau diese Art von Angriffen gilt in der Cybersecurity als besonders gefährlich, da klassische Schutzmechanismen oft nicht greifen, wenn die Schadsoftware von einem legitimen Anbieter stammt.

Wie der Schadcode eingeschleust werden konnte, ist derzeit noch unklar. Die Forscher vermuten eine Kompromittierung der Server oder des CDN-Accounts von Awesome Motive. Die betroffenen Plugins sollen inzwischen bereinigt worden sein.

Handlungsempfehlung: Unternehmen und Website-Betreiber sollten umgehend prüfen, ob die betroffenen Plugins eingesetzt werden, alle Administrator-Konten kontrollieren, nach unbekannten oder versteckten Plugins suchen und ihre Systeme auf verdächtige Aktivitäten untersuchen. Insbesondere unerwartet angelegte Benutzerkonten sollten als möglicher Hinweis auf eine erfolgreiche Kompromittierung betrachtet werden.

🔗https://www.golem.de/news/backdoor-eingeschleust-supply-chain-angriff-gefaehrdet-millionen-von-websites-2606-209767.html

🗣️Gastbeitrag:

Die WordPress-Community zu Gast im Saarland

von Marcus Krämer, Hostpress

Der Managed WordPress Hosting-Anbieter HostPress lädt die deutschsprachige WordPress-Community zum ersten HostPress SUMMIT nach Eppelborn ins Saarland ein.

Anlässlich unseres 10-jährigen Firmenjubiläums haben wir uns bewusst gegen eine klassische Geburtstagsfeier entschieden, bei der es nur um uns als Unternehmen geht. Stattdessen haben wir uns die Frage gestellt: Wie können wir der Community etwas zurückgeben, von der wir seit zehn Jahren profitieren?

Die Antwort darauf ist der HostPress SUMMIT.

WordPress ist seit mehr als 20 Jahren das erfolgreichste Content-Management-System der Welt. Gleichzeitig steht die Branche aktuell vor einem der größten Umbrüche ihrer Geschichte. Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsabläufe, Geschäftsmodelle und die Art, wie Websites entwickelt, betrieben und vermarktet werden. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen hinter WordPress miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und gemeinsam die Zukunft gestalten.

Genau dafür schaffen wir mit dem HostPress SUMMIT eine Plattform.

Unser Ziel ist es, Agenturen, Freelancer, Entwickler, Website-Betreiber, Hosting-Experten und WordPress-Enthusiasten an einem Ort zusammenzubringen. Besucher erhalten nicht nur spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um WordPress, Sicherheit, Hosting, KI und digitale Souveränität, sondern profitieren vor allem vom direkten Austausch mit einigen der bekanntesten Köpfe der deutschsprachigen WordPress-Szene.

Dafür haben wir hochkarätige Speaker aus führenden Unternehmen und Organisationen der WordPress-Welt eingeladen. Sie teilen ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Perspektiven auf die Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre.

Besonders wichtig war uns dabei, dass Wissen für alle zugänglich bleibt. Deshalb ist die komplette Tagesveranstaltung inklusive Verpflegung für alle Besucher kostenlos.

Speaker und Themen im Überblick

Hendrik Luehrsen CEO • Luehrsen Heinrich WordPress ist nicht mehr WordPress

Lucas Radke Product Manager • WordPress VIP Wie ich als Product Manager mit AI arbeite

Marc Nilius Gründer • WP-Wartung24 Das Ende des Wartungschaos: Mit System zu 99,9 % Sicherheit für WordPress-Websites

Michael Schinzel CEO • IP-Projects 100 % Kontrolle, 0 % US-Cloud: Data Sovereignty Made in Germany

Richard Sirch CEO • Webgeist Workshop: B2B-Leadgenerierung mit WordPress

Simon Kraft Product Manager • Patchstack Der Cyber Resilience Act – Neue Perspektiven auf die WordPress-Security in 2026

Robert Windisch CIO • Syde Multisite für Enterprise: Von der Idee zur globalen WordPress-Infrastruktur

Unsere Moderatoren

Durch den HostPress SUMMIT führen Marcus Krämer, CEO von HostPress, und Carole Olinger von CloudFest. Gemeinsam verbinden sie Hosting-Praxis, WordPress-Erfahrung und echtes Community-Gespür. Marcus bringt den Blick aus dem Alltag eines spezialisierten WordPress-Hosters ein, Carole die Perspektive internationaler Tech-Events und Open-Source-Communities. So entsteht eine Veranstaltung, die fachlich stark, nahbar und lebendig ist.

Networking und Jubiläumsfeier

Mindestens genauso wichtig wie die Vorträge sind die Gespräche dazwischen. Der HostPress SUMMIT soll Menschen zusammenbringen, die täglich mit WordPress arbeiten, voneinander lernen und neue Kontakte knüpfen möchten. Viele der besten Ideen entstehen nicht auf der Bühne, sondern beim gemeinsamen Kaffee, Mittagessen oder Feierabendbier.

Am Abend haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, an der Jubiläumsfeier von HostPress teilzunehmen. Neben einem reichhaltigen Buffet, zahlreichen Drinks und Live-Musik bietet sich dort die Gelegenheit, den Austausch in entspannter Atmosphäre fortzusetzen.

Veranstaltungsort und Anreise

Die Tagesveranstaltung findet im Big Eppel Kongresszentrum in Eppelborn statt. Die Abendveranstaltung im Stellwerk 13 ist fußläufig in weniger als fünf Minuten erreichbar.

Eppelborn liegt nur rund 30 Minuten vom Hauptbahnhof Saarbrücken entfernt und ist über die Autobahn A1 direkt angebunden.

Mit seinem hochkarätigen Programm, dem kostenfreien Zugang und dem klaren Fokus auf Austausch und Vernetzung entwickelt sich der HostPress SUMMIT bereits bei seiner Premiere zu einem der größten WordPress-Events des Jahres 2026 im deutschsprachigen Raum.

Mehr Infos & Anmeldung unter www.hostpress.de/summit

📌Short-News:

Verwaltungsdigitalisierung: Schlechter wäre nur das Fax

NRW-API-Gateway-Gesetz beleuchtet Regulierung digitaler Verwaltung; API-Grundlagen, Rechtsräume und europäische Infrastruktur-Strategien; Debatte um zentrale Schnittstellen zur Staatsverwaltung.

🔗 https://www.golem.de/news/verwaltungsdigitalisierung-schlechter-waere-nur-das-fax-2606-209771.html

Opendesk statt Microsoft 365: “Machen - nicht lange prüfen!”

Bildungseinrichtungen prüfen Opendesk statt Microsoft 365; prioritisiert digitale Souveränität, europäische Alternativen und schnelle Abkopplung von Hyperskalern.

🔗https://www.golem.de/news/opendesk-statt-microsoft-365-machen-nicht-lange-pruefen-2606-209760.html

Breitbandausbau: Millionen Menschen ohne schnelles Internet

Marktanalyse zeigt bestehende Lücken beim Breitbandzugang; politische Priorisierung und europaäischer Infrastrukturrahmen essenziell für souveränen digitalen Einsatz.

🔗https://www.golem.de/news/breitbandausbau-millionen-menschen-ohne-schnelles-internet-2606-209758.html

☸️Kubernetes-News:

Kubernetes Storage im KI-Zeitalter: Daten werden zum entscheidenden Faktor

Während Kubernetes ursprünglich für zustandslose Anwendungen entwickelt wurde, sind heute Datenbanken, Analyseplattformen und KI-Workloads längst fester Bestandteil moderner Container-Infrastrukturen. Entsprechend wächst die Bedeutung von SIG Storage, der Kubernetes-Arbeitsgruppe für Speicher- und Datenmanagement.

In einem aktuellen Interview erläutert Xing Yang, Co-Chair von SIG Storage bei VMware by Broadcom, wie sich die Anforderungen an Storage in Kubernetes verändern. Besonders die zunehmende Verbreitung von KI- und Machine-Learning-Anwendungen stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Datenmengen erreichen mittlerweile Größenordnungen von mehreren Exabytes, während gleichzeitig immer höhere Anforderungen an Performance und Verfügbarkeit entstehen.

Mit Kubernetes 1.36 wurden deshalb wichtige Speicherfunktionen weiterentwickelt. Dazu gehören unter anderem VolumeGroupSnapshots für konsistente Sicherungen mehrerer Volumes sowie Changed Block Tracking (CBT), das inkrementelle Backups deutlich effizienter macht. Beide Technologien sollen den Betrieb geschäftskritischer Anwendungen vereinfachen und Ausfallzeiten minimieren.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Standardisierung von Objektspeichern. Mit der Container Object Storage Interface (COSI) Initiative sollen Entwickler künftig Cloud-Speicher ähnlich einfach nutzen können wie klassische Block- oder Dateisysteme. Gerade für KI-Anwendungen, die enorme Datenmengen verarbeiten, gilt Objektspeicher als zentrale Technologie.

Langfristig erwarten die Kubernetes-Entwickler zudem eine stärkere Berücksichtigung der Datenlokalität bei der Ressourcenplanung. Künftig sollen Workloads nicht nur anhand von CPU- und RAM-Ressourcen platziert werden, sondern auch danach, wo sich die benötigten Daten befinden. Dadurch lassen sich Latenzen reduzieren und teure Datenbewegungen vermeiden.

Die Entwicklung zeigt deutlich: Während Rechenleistung lange im Mittelpunkt stand, rücken nun Datenmanagement und Speicherarchitekturen zunehmend in den Fokus. Für Unternehmen, die KI-Anwendungen auf Kubernetes betreiben möchten, wird eine moderne Storage-Strategie damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor.

🔗https://kubernetes.io/blog/2026/06/15/sig-storage-spotlight-2026/

🤣Lacher der Woche

Die Trump Organization wollte mit dem T1 Phone ein patriotisches Statement setzen: ein Smartphone mit „amerikanischen Werten", angeblich „Made in the USA". Nun hat ein Teardown von iFixit gezeigt, dass hinter der goldenen Fassade offenbar nichts anderes steckt als ein leicht modifiziertes HTC U24 Pro aus China.

Gleiche Hauptplatine, gleicher Prozessor, gleicher Speicher – nur die Farbe ist goldener und das Marketing deutlich patriotischer. Besonders pikant: Das Gerät soll laut Hersteller in den USA zusammengebaut werden, basiert aber weitgehend auf chinesischer Entwicklung und Fertigung.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Wer ein amerikanisches Prestige-Smartphone erwartet hat, bekommt offenbar ein chinesisches HTC im Trump-Gewand. Goldlack statt Innovation – die Lachnummer der Woche.

🔗 https://www.heise.de/news/iFixit-Teardown-Das-Trump-Handy-ist-ein-China-Phone-11329704.html?wt_mc=sm.sm.ho.fb.fb.fb_channel.fb_channel

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