Weekly Backlog KW 16/2026
🧠 Editorial Diese Woche fühlt sich Tech mal wieder weniger wie Fortschritt und mehr wie …

Wenn man eine DBaaS-Plattform skaliert, wird Storage schnell zum kritischsten Flaschenhals. Datenbanken stellen zwei gegensätzliche Anforderungen an die Speicherinfrastruktur: Einerseits verlangen sie extrem niedrige Latenzen für Schreib- und Lesevorgänge (I/O), andererseits erzeugen Backups und Transaktionslogs (WAL) gigantische Datenmengen, die kosteneffizient gelagert werden müssen.
Wer hier auf „Einheits-Storage" setzt, zahlt entweder zu viel für Backup-Platz auf teuren SSDs oder opfert die Datenbank-Performance auf langsamen Archiv-Platten. Die Lösung für einen souveränen europäischen Anbieter liegt in einem intelligenten, softwaredefinierten Design mit Ceph.
Anstatt zu versuchen, eine einzige Speicherart für alles zu nutzen, haben wir den Storage in zwei spezialisierte Ebenen unterteilt:
Für die aktiven Datenbank-Volumes nutzen wir Ceph RBD. Hier liegen die eigentlichen Daten, auf denen PostgreSQL arbeitet.
Für Backups und die kontinuierliche Archivierung von Write-Ahead-Logs (WAL) nutzen wir Ceph RGW, eine S3-kompatible Schnittstelle.
Ein Albtraum für jeden DBaaS-Anbieter: Ein Kunde schreibt massiv Daten und lastet das gesamte Storage-System so stark aus, dass die Datenbanken aller anderen Kunden langsam werden.
Durch den Einsatz von Ceph in Kombination mit Kubernetes-Limits (Cgroups) verhindern wir diesen Effekt:
Ein wesentliches Merkmal für europäische Souveränität ist die Unabhängigkeit von einem einzelnen Standort. Unser Storage-Design ermöglicht es, Backups automatisch in eine zweite, geografisch getrennte Region zu replizieren. Sollte ein gesamtes Rechenzentrum ausfallen, liegen die wertvollen Kundendaten sicher im S3-Speicher des zweiten Standorts und können dort für einen schnellen Wiederanlauf genutzt werden.
Ein durchdachtes Storage-Design ist für einen DBaaS-Anbieter ein wirtschaftlicher Hebel. Es erlaubt, hohe Performance dort zu liefern, wo sie gebraucht wird, und gleichzeitig die Kosten für massives Datenwachstum (Backups) im Griff zu behalten. Wer Storage systemisch löst, baut eine Plattform, die nicht nur technisch überzeugt, sondern auch profitabel skaliert.
Warum nicht einfach den Block-Storage des Cloud-Providers nutzen? Lokaler Provider-Storage ist oft teuer und bindet Sie technisch an diesen Anbieter. Mit einer eigenen Ceph–Schicht behalten Sie die volle Kontrolle über Performance-Profile und können Ihre Plattform theoretisch auf jede beliebige Infrastruktur umziehen (Multi-Cloud-Fähigkeit).
Wie sicher sind die Daten bei Ceph gegen Hardware-Ausfälle? Ceph ist „self-healing". Wir konfigurieren in der Regel eine dreifache Replikation. Das bedeutet, selbst wenn zwei Server gleichzeitig ausfallen, sind die Daten immer noch verfügbar. Das System beginnt sofort nach einem Defekt, die Redundanz auf den verbleibenden Servern wiederherzustellen.
Beeinflussen Backups die Performance der laufenden Datenbank? Durch die Trennung in RBD (für die DB) und RGW (für Backups) minimieren wir die Auswirkungen. Das Schreiben der Backups auf die S3-Schicht nutzt andere Ressourcenpfade als der kritische Datenbank-I/O.
Kann der Speicherplatz für Kunden dynamisch wachsen? Ja. Dank der Kubernetes-Integration können Kunden über das Portal ihren Speicherplatz vergrößern. Die Plattform erweitert das Volume im Hintergrund „on-the-fly", ohne dass die Datenbank neu gestartet werden muss.
🧠 Editorial Diese Woche fühlt sich Tech mal wieder weniger wie Fortschritt und mehr wie …
In einer Multi-Region-Architektur für kritische Infrastrukturen (KRITIS) ist die Datenkonsistenz …
Wer hochverfügbare Plattformen für kritische Infrastrukturen (KRITIS) betreibt, steht vor einer …