Einführung in die Gateway API Inference Extension
TL;DR Die Gateway API Inference Extension wurde entwickelt, um die spezifischen Anforderungen an das …

Der Hype um proprietäre SaaS-KI-Modelle weicht 2026 einer nüchternen Kosten-Nutzen-Rechnung. Während Unternehmen anfangs bereitwillig Token-Gebühren an Hyperscaler zahlten, zwingen steigende OpEx, strikte Latenzanforderungen und die Verschärfung regulatorischer Rahmenbedingungen wie der EU AI Act und NIS-2 zum Umdenken. Die Souveränität über die eigenen Daten und die Kontrolle über die Inferenz-Kosten führen zu einer massiven Rückverlagerung von KI-Workloads in die eigene Cloud-Native Infrastruktur.
Kubernetes hat sich hierbei als das Betriebssystem für KI-Workloads etabliert. Es bietet nicht nur die notwendige Skalierbarkeit, sondern durch moderne Abstraktionsschichten auch die Möglichkeit, teure Hardware-Ressourcen wie NVIDIA H100 oder L40S GPUs präzise zu steuern. Wer lokale Large Language Models (LLMs) betreiben will, kommt an einer tiefen Integration von GPU-Ressourcen in den Kubernetes-Scheduler nicht vorbei.
In der klassischen Virtualisierung blieb wertvolle Rechenleistung oft ungenutzt, da eine GPU meist exklusiv einem Prozess zugewiesen wurde. Im Jahr 2026 nutzen wir in Cloud-Native-Architekturen Multi-Instance GPU (MIG) oder softwarebasiertes Time-Slicing. Dies erlaubt es, eine physische GPU in mehrere logische Instanzen zu unterteilen.
Für Unternehmen bedeutet das: Ein hochperformanter Cluster kann tagsüber Inferenz-Requests für Kundensupport-Bots verarbeiten, während kleinere Partitionen simultan für das Fine-Tuning von Modellen oder für Entwicklungs-Workflows genutzt werden. Durch den Einsatz von NVIDIA Device Plugins und GPU Feature Discovery erkennt der Kubernetes-Scheduler exakt, welche Kapazitäten verfügbar sind, und verhindert so “Resource Starvation”. Das Ergebnis ist eine signifikante Steigerung des ROI der Hardware-Investitionen bei gleichzeitiger Senkung der Idle-Time.
Moderne LLMs werden heute zunehmend als OCI-konforme Images verteilt. Dies ermöglicht eine nahtlose Integration in bestehende GitOps-Workflows via ArgoCD. Ein lokales Modell ist technisch gesehen nichts anderes als ein spezialisierter Microservice, der über ein Standard-Protokoll (meist OpenAI-kompatible APIs) angesprochen wird.
Der technische Fokus liegt hier auf der Latenzoptimierung. Durch den Einsatz von Knative für Serverless Inference können GPU-Ressourcen auf Null skaliert werden, wenn kein Request anliegt, und bei Bedarf in Millisekunden hochfahren. Die Anbindung an den Speicher erfolgt über performante S3-kompatible Schnittstellen oder lokale Persistent Volumes mit NVMe-Backing, um die massiven Modell-Gewichte (Checkpoints) ohne Flaschenhals in den VRAM zu laden. Diese Architektur stellt sicher, dass die KI-Infrastruktur genauso agil bleibt wie der Rest des Cloud-Native-Stacks.
Datenschutz ist bei lokalen LLMs kein Nebenprodukt, sondern der primäre Treiber. Innerhalb des Kubernetes-Clusters implementieren wir strikte Namespace-Isolation und ResourceQuotas, um sicherzustellen, dass sensible Trainingsdaten nicht zwischen Abteilungen “lecken”. Der Zugriff auf die GPU-Ressourcen und die Modell-APIs wird konsequent über Kubernetes RBAC und Service Meshes gesteuert.
Durch die TLS-Terminierung am Ingress-Gateway und die Verschlüsselung der Daten im Ruhezustand (Data-at-Rest) erfüllen Unternehmen die Anforderungen von DORA und NIS-2, ohne auf die Innovationskraft von Open-Source-Modellen wie Llama 3 oder Mistral verzichten zu müssen. Die Souveränität liegt hier in der vollständigen Kontrolle über den gesamten Lifecycle des Modells – vom Download über die Inferenz bis zur Löschung der Daten.
Die Migration von KI-Workloads auf eine eigene, Kubernetes-basierte Infrastruktur ist der logische Schritt für Unternehmen, die digitale Souveränität ernst nehmen. Es geht nicht mehr nur darum, “KI zu haben”, sondern sie kosteneffizient, sicher und unabhängig von US-Hyperscalern zu betreiben. ayedo unterstützt Sie dabei, diese komplexen GPU-Stacks zu konzipieren und als Managed Infrastructure zu betreiben. Wir eliminieren den Vendor Lock-in und machen Ihre Infrastruktur bereit für die Ära der Agentic AI.
Warum ist Kubernetes besser für KI geeignet als dedizierte Server? Kubernetes bietet automatisierte Skalierung, Self-Healing und eine standardisierte API für die Ressourcenverwaltung. Während ein dedizierter Server bei Lastspitzen manuell skaliert werden muss, verteilt Kubernetes GPU-Workloads dynamisch und effizient über den gesamten Cluster, was die Hardware-Auslastung optimiert.
Was ist der Vorteil von Multi-Instance GPU (MIG) im Vergleich zu Standard-Pass-through? MIG erlaubt die physikalische Aufteilung einer GPU in bis zu sieben unabhängige Instanzen mit dediziertem Speicher und Rechenkernen. Dies garantiert garantierte Quality of Service (QoS) für parallele Workloads, während beim Standard-Pass-through eine einzige Applikation die gesamte GPU blockiert, auch wenn sie diese nicht voll auslastet.
Wie integriert man Open-Source-Modelle sicher in bestehende Workflows? Durch die Containerisierung der Modelle als OCI-Images und die Bereitstellung über interne Container-Registries wie Harbor. Der Zugriff erfolgt über gesicherte APIs, die mittels Network Policies und RBAC innerhalb des Kubernetes-Clusters isoliert werden, um unbefugten Datenabfluss zu verhindern.
Welche Rolle spielt GitOps beim Betrieb von KI-Infrastruktur? GitOps (z.B. mit ArgoCD) sorgt für eine deklarative Definition der gesamten KI-Umgebung. Änderungen an Modell-Versionen oder GPU-Konfigurationen werden über Git versioniert und automatisch auf den Cluster ausgerollt. Dies erhöht die Reproduzierbarkeit und Sicherheit im Vergleich zu manuellen Konfigurationen erheblich.
Reicht die Performance lokaler Setups für moderne LLMs aus? Ja. Mit moderner Hardware (z.B. NVIDIA H100 oder A100) und optimierten Inferenz-Runtimes wie vLLM oder NVIDIA Triton erreicht man lokal oft geringere Latenzen als über öffentliche APIs, da der Netzwerk-Overhead zum externen Provider entfällt und die Ressourcen exklusiv zur Verfügung stehen.
TL;DR Die Gateway API Inference Extension wurde entwickelt, um die spezifischen Anforderungen an das …
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