GreenOps auf Kubernetes: CO2-Emissionen pro Microservice messen und optimieren
Nachhaltigkeit ist in der IT-Welt des Jahres 2026 kein bloßes Marketing-Schlagwort mehr. Mit der …

Die Logistikbranche hat ehrgeizige Ziele: CO2-neutrale Flotten und grüne Lagerhäuser. Doch während über alternative Antriebe und Photovoltaik auf Lagerdächern diskutiert wird, läuft im Hintergrund oft eine ineffiziente IT-Infrastruktur. Server, die 24/7 unter Volldampf laufen, obwohl nachts keine Pakete sortiert werden, verschwenden nicht nur Geld, sondern produzieren unnötige Emissionen.
Nachhaltige Logistik-IT bedeutet, dass die Infrastruktur so flexibel ist wie das Geschäft selbst. Cloud-Native-Technologien sind hier der Schlüssel, um den digitalen Fußabdruck drastisch zu reduzieren.
Der größte Hebel für grüne IT in der Logistik ist die Vermeidung von Leerlauf. Klassische Rechenzentren sind auf Lastspitzen ausgelegt, die nur an wenigen Tagen im Jahr (wie dem Black Friday) erreicht werden. Den Rest der Zeit laufen die Server “im Leerlauf” weiter.
In einer Cloud-Native-Umgebung “atmet” die Infrastruktur. Über Vertical und Horizontal Pod Autoscaling passt sich die Rechenleistung in Echtzeit dem tatsächlichen Paketaufkommen an:
Genau wie ein Disponent versucht, einen LKW ohne Leerräume zu beladen, optimiert Kubernetes die Auslastung der physischen Server durch Bin-Packing. Container werden so geschickt auf die verfügbaren Server verteilt, dass so wenig Hardware wie möglich eingeschaltet bleiben muss. Das erhöht die Energieeffizienz pro Transaktion (Scan/Routing-Anfrage) massiv.
Viele Logistik-Prozesse sind ereignisbasiert (z. B. eine Benachrichtigung an einen Kunden, wenn der LKW eine Grenze überquert). Anstatt einen Server dauerhaft für diese Aufgabe bereitzuhalten, nutzen wir Serverless-Architekturen. Der Code wird nur in der Millisekunde ausgeführt, in der er gebraucht wird. Danach verschwindet der Ressourcenverbrauch sofort wieder.
Durch moderne Observability-Tools (wie Kepler für Kubernetes) können Logistikunternehmen heute den Energieverbrauch ihrer Software pro Microservice messen. Das ermöglicht:
Spart Cloud-IT wirklich CO2 im Vergleich zu eigenen Servern im Lager? Ja, meistens deutlich. Große Cloud-Provider und spezialisierte souveräne Plattformen nutzen hocheffiziente Kühlsysteme und beziehen ihren Strom oft zu fast 100 % aus erneuerbaren Energien – ein Level an Effizienz, das ein kleinerer Serverraum vor Ort selten erreicht.
Was hat “Software-Architektur” mit Umweltschutz zu tun? Viel. Eine schlecht programmierte Anwendung, die unnötige Datenbankabfragen macht oder Speicher nicht freigibt, zwingt die Hardware zu mehr Arbeit. “Schlanke” Software ist grüne Software.
Können wir Green IT als Verkaufsargument gegenüber unseren Kunden nutzen? Absolut. Verlader und E-Commerce-Riesen achten zunehmend auf die CO2-Bilanz ihrer gesamten Lieferkette (Scope 3 Emissionen). Wer belegen kann, dass auch seine digitale Abwicklung energieoptimiert erfolgt, hat einen klaren Wettbewerbsvorteil.
Müssen wir für Green IT auf Performance verzichten? Im Gegenteil. Die Techniken, die IT nachhaltig machen (wie Caching, effiziente Algorithmen und Autoscaling), machen die Systeme gleichzeitig schneller und kosteneffizienter. Nachhaltigkeit und Performance gehen hier Hand in Hand.
Wie fangen wir mit Green IT in der Logistik an? Der erste Schritt ist die Sichtbarkeit. Implementieren Sie Tools, die den Ressourcenverbrauch Ihrer Anwendungen messen. Erst wenn Sie wissen, welcher Dienst “Energie frisst”, können Sie gezielt optimieren oder auf eine effizientere Plattform migrieren.
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