Millisekunden entscheiden: Warum Edge Computing das Gehirn des modernen Lagers ist
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Eine Smart City ist ein riesiges, verteiltes Daten-Ökosystem. Sensoren messen Luftqualität, Bodenfeuchte in Parks, Parkplatzbelegungen oder Verkehrsflüsse. Die Herausforderung: Diese Daten entstehen an tausenden Endpunkten, nutzen unterschiedlichste Funkprotokolle (LoRaWAN, NB-IoT, 5G) und müssen in Echtzeit verarbeitet werden, um einen Mehrwert zu bieten.
Eine robuste Smart-City-Architektur muss das Problem der Daten-Heterogenität und der geografischen Verteilung lösen.
In der Stadt sind viele Sensoren batteriebetrieben und an schwer zugänglichen Stellen verbaut.
Nicht jedes Datenpaket muss sofort in das zentrale Rechenzentrum.
Das Herzstück ist die zentrale Cloud-Native-Plattform, die alle Datenströme zusammenführt.
Damit eine Smart City nicht zum “Daten-Silo” eines einzelnen Herstellers wird, ist der Einsatz von FIWAREessenziell. FIWARE ist ein Open-Source-Framework, das Standards für das Kontext-Datenmanagement setzt.
Smart-City-Komponenten sind Teil der kritischen Infrastruktur. Ein Angriff auf die Ampelsteuerung oder die Wasserversorgung wäre fatal.
Warum reicht herkömmliches WLAN für eine Smart City nicht aus? WLAN hat eine zu geringe Reichweite und einen zu hohen Stromverbrauch für batteriebetriebene Sensoren. LoRaWAN kann Daten über mehrere Kilometer senden und ermöglicht Batterielaufzeiten von bis zu 10 Jahren.
Was ist ein “Digitaler Zwilling” technisch gesehen? Technisch ist es ein JSON-Datensatz oder ein Objekt in einer Graph-Datenbank, das alle Attribute eines physischen Objekts speichert (Position, Status, letzte Wartung). Er dient als Schnittstelle für Anwendungen (z. B. eine Parkplatz-App), die nicht direkt mit dem Sensor kommunizieren müssen.
Wie geht das System mit dem Ausfall einzelner Sensoren um? Durch Observability-Tools. Da die Plattform auf Kubernetes läuft, überwacht sie nicht nur die Software, sondern auch die Datenströme. Bleiben Signale eines Sensors aus, wird automatisch ein Ticket im Facility-Management-System erstellt.
Kann man Smart-City-Daten für Bürger-Apps freigeben? Ja, über ein API-Gateway. Die internen Datenströme werden gefiltert, anonymisiert und über eine öffentliche REST-API (Open Data) bereitgestellt. So können Entwickler Drittanbieter-Apps (z. B. Feinstaub-Warner) bauen, ohne die Sicherheit der städtischen Systeme zu gefährden.
Welche Rolle spielt 5G in dieser Architektur? 5G wird dort eingesetzt, wo extrem hohe Datenraten oder minimale Latenzen nötig sind, zum Beispiel bei der Vernetzung von autonom fahrenden Bussen oder bei hochauflösenden Sicherheitskameras. Es ergänzt LPWAN-Technologien für anspruchsvollere Anwendungsfälle.
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