ArgoCD: Die Referenz-Architektur für deklaratives GitOps auf Kubernetes
TL;DR ArgoCD hat sich als der Industriestandard für Continuous Delivery in Kubernetes etabliert. …

TL;DR
Speicher ist traditionell das schwerste „Anker-Element" in der Cloud-Architektur. Wer AWS EBS oder S3 nutzt, bindet seine Daten physisch und ökonomisch an einen Anbieter. Ceph durchbricht dieses Modell als „Unified Storage Solution" (Block, File, Object). Es läuft auf Standard-Hardware und skaliert linear in den Exabyte-Bereich. Durch die vollständige S3-Kompatibilität und Kubernetes-Integration ermöglicht Ceph echte Datenportabilität ohne Abhängigkeit von proprietären Cloud-Speichersystemen.
Klassische Storage-Systeme (SAN/NAS) oder Cloud-Dienste (EBS) sind oft auf einen Datentyp spezialisiert. Ceph hingegen ist ein „Software Defined Storage" (SDS), das drei Welten in einem Cluster vereint:
Das Herzstück ist der CRUSH-Algorithmus. Anstatt zentrale Tabellen zu nutzen, um zu wissen, wo Daten liegen (was Flaschenhälse erzeugt), berechnen Clients und Server den Speicherort algorithmisch. Dies eliminiert den Single Point of Failure und ermöglicht unbegrenzte Skalierung.
Proprietäre Cloud-Speicher sind oft Blackboxes. Wenn ein AWS EBS Volume in einer Availability Zone (AZ) ausfällt oder degradiert, ist der Nutzer machtlos.
Ceph hingegen ist auf Ausfall als Normalzustand ausgelegt. Daten werden standardmäßig repliziert (meist 3-fach) und über verschiedene Failure Domains (Disks, Server, Racks) verteilt.
Ein strategischer Vorteil von Ceph ist das RADOS Gateway (RGW). Es stellt eine API bereit, die kompatibel zu Amazon S3 ist. Das bedeutet: Applikationen, die für die Cloud geschrieben wurden (und S3 erwarten), können ohne Code-Änderung gegen einen lokalen Ceph-Cluster laufen. Man ändert lediglich den Endpunkt in der Config – die Datenhoheit kehrt zurück zum Unternehmen.
Hier entscheidet sich die Frage der Data Gravity: Daten haben Masse. Je mehr Daten Sie bei einem Hyperscaler speichern, desto schwieriger (und teurer) wird es, diese jemals wieder zu bewegen.
Szenario A: AWS EBS & S3 (Die Egress-Falle)
Wer auf native AWS-Speicherdienste setzt, genießt Komfort, zahlt aber mit strategischer Unfreiheit.
Szenario B: Ceph mit Managed Kubernetes von ayedo
Im ayedo App-Katalog wird Ceph als portable Speicher-Schicht bereitgestellt.
| Aspekt | AWS Storage (EBS/S3) | ayedo (Managed Ceph) |
|---|---|---|
| Schnittstellen | Proprietär (EBS) / S3 API | Standard (CSI, PVC) / S3 API |
| Daten-Lokalisierung | Gebunden an AWS Region/AZ | Überall (Cross-Cloud / On-Prem) |
| Kostenstruktur | Pay-per-GB + Hohe Egress-Gebühren | Infrastrukturkosten (Disks) |
| Ausfallsicherheit | Blackbox (SLA basiert) | Transparent (Self-Healing, Replicas) |
| Strategisches Risiko | Hoher Lock-in (Data Gravity) | Volle Souveränität |
| Performance | Drosselung nach Preisklasse (IOPS) | Volle Hardware-Leistung (NVMe) |
Ist Ceph nicht zu komplex für den Betrieb?
Ceph gilt traditionell als komplex in der Verwaltung („Day 2 Operations"). Genau hier setzt der Mehrwert einer Managed Platform an. In einer Umgebung wie dem ayedo Stack wird Ceph vorkonfiguriert und automatisiert bereitgestellt. Der Nutzer konsumiert Speicher einfach über Kubernetes PersistentVolumeClaims (PVCs), ohne sich um die darunterliegende Komplexität der OSDs und Monitore kümmern zu müssen.
Kann Ceph AWS S3 wirklich ersetzen?
Ja. Das Ceph Object Gateway bietet eine hochkompatible S3-API. Für die allermeisten Anwendungsfälle (Upload von User-Content, Backups, Log-Speicherung, Terraform State) verhält sich Ceph exakt wie AWS S3 – jedoch ohne die Transferkosten und mit voller Datenkontrolle.
Wann lohnt sich Ceph gegenüber Managed Block Storage?
Sobald Sie Skalierung oder Unabhängigkeit benötigen. Managed Block Storage (wie EBS) wird bei großen Datenmengen sehr teuer und ist technisch unflexibel (kein Multi-Attach bei Standard-Volumes, AZ-Lock). Ceph erlaubt es, günstigen „Raw Storage" zu nutzen und softwareseitig Enterprise-Features (Replikation, Snapshots) abzubilden. Zudem ist es die Basis für echte Hybrid-Cloud-Szenarien.
Wie verhält sich die Performance?
Ceph ist ein verteiltes Netzwerk-Storage. Das bedeutet, es gibt minimale Latenzen durch das Netzwerk. Für extreme High-Performance-Datenbanken (High-Frequency-Trading) ist lokaler Speicher oft besser. Für 95% aller Cloud-Native-Workloads ist Ceph auf moderner NVMe-Hardware jedoch mehr als performant genug und bietet im Gegenzug Hochverfügbarkeit, die lokaler Speicher nicht hat.
Daten sind das Gravitationszentrum jeder Infrastruktur. Wer seine Daten ausschließlich in proprietären AWS-Silos wie EBS und S3 speichert, macht seine Architektur immobil. Ceph bricht diese Fesseln auf. Es liefert eine Enterprise-Storage-Plattform, die vollständig auf Open-Source-Standards basiert. Mit dem ayedo Managed Stack erhalten Unternehmen die Robustheit eines Hyperscaler-Storages, behalten aber die volle Kontrolle über Kosten, Performance und vor allem: den physischen Ort ihrer Daten.
TL;DR ArgoCD hat sich als der Industriestandard für Continuous Delivery in Kubernetes etabliert. …
Für kritische Anwendungen ist „Down-Time" im Mittelstand längst kein rein technisches Problem …
Vermeidung von Produktionsstillstand: Wie Self-Healing-Infrastrukturen die OT entlasten In der Welt …