Internal Developer Platforms - Architekturen für echten Self-Service
In den letzten zwei Jahren ist “Internal Developer Platform” zum Buzzword avanciert. …

In der klassischen IT-Welt war die Budgetplanung einfach: Man kaufte einen Server, schrieb ihn über fünf Jahre ab und verbuchte die Kosten als Fixum. In der Cloud-Native-Welt von 2026 ist diese Planbarkeit verschwunden. Cloud-Rechnungen sind dynamisch, komplex und oft entkoppelt vom tatsächlichen Geschäftserfolg.
Wer heute Kubernetes nutzt, darf nicht mehr nur fragen: „Wie hoch ist die monatliche Rechnung?" Die entscheidende Frage lautet: „Wie viel Infrastruktur-Kosten verursacht ein einzelner Verkauf, ein API-Call oder ein aktiver Nutzer?" Willkommen in der Welt der Cloud Unit Economics.
Das Problem im Mittelstand ist oft das „Shared Cluster"-Modell. Zehn verschiedene Applikationen teilen sich einen Kubernetes-Cluster. Am Ende des Monats kommt eine Rechnung von AWS, Azure oder Google, aber niemand weiß genau, welcher Dienst die Kosten getrieben hat.
Um Unit Economics zu berechnen, müssen wir die Kosten „attributieren" (zuordnen).
Unit Economics verknüpft die Infrastruktur-Daten mit Ihren Business-Daten (KPIs).
Beispiel E-Commerce: Stellen Sie sich vor, Ihre Cloud-Kosten steigen um 20 %. Ist das schlecht?
Häufige Unit-Maßstäbe im Mittelstand:
Der Wechsel der Perspektive ist entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg Ihrer Cloud-Infrastruktur:
| Merkmal | Klassisch (Kostenstelle) | Unit Economics (Wertschöpfung) |
|---|---|---|
| Fokus | Gesamtbudget einhalten | Rentabilität pro Transaktion |
| Metrik | Euro pro Monat | Euro pro Business-Unit (z.B. User) |
| Verantwortung | IT-Leiter / Einkauf | Produkt-Teams & Engineers |
| Datenquelle | Cloud-Provider Rechnung | K8s-Metriken + Business KPIs |
| Ziel | Kosten senken | Effizienz & Marge steigern |
Unit Economics ist kein reines Finanz-Thema – es ist eine Management-Disziplin. Wer seine Kostenstruktur auf Granularitäts-Ebene versteht, kann mutiger skalieren und schneller in neue Features investieren. Im Jahr 2026 gewinnt nicht das Unternehmen mit der kleinsten IT-Rechnung, sondern das mit der effizientesten Wertschöpfungskette pro Cloud-Euro.
Wie gehen wir mit Shared Resources um (z.B. Log-Management oder Datenbanken)? Diese „Common Costs" werden meist prozentual auf die produktiven Services umgelegt. OpenCost erlaubt es, solche Fixkosten als Aufschlag in die Berechnung der Unit-Costs einfließen zu lassen.
Wie oft sollten wir die Unit Economics prüfen? Ein monatlicher Check ist das Minimum. Hochperformante Teams integrieren diese Daten in ihre täglichen Dashboards, um Anomalien (z.B. ein ineffizientes Code-Update, das die Kosten pro User verdoppelt) sofort zu erkennen.
Ist der Implementierungsaufwand für den Mittelstand zu hoch? Nein. Der Einsatz von Open-Source-Tools wie OpenCost liefert oft schon nach wenigen Tagen erste belastbare Daten, ohne dass die gesamte IT-Architektur umgebaut werden muss. Der Hebel für die Ersparnis ist meist ein Vielfaches des Aufwands.
Wissen Sie, wie viel Gewinn Ihnen ein einzelner API-Call lässt? Wir bei ayedo helfen Ihnen, die Blackbox Cloud-Kosten zu öffnen. Wir implementieren die nötigen Tools und Prozesse, damit Ihre IT-Infrastruktur endlich messbar zum Unternehmenserfolg beiträgt. Lassen Sie uns Ihre Cloud-Effizienz gemeinsam auf das nächste Level heben.
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