Einführung in die Gateway API Inference Extension
TL;DR Die Gateway API Inference Extension wurde entwickelt, um die spezifischen Anforderungen an das …

In einer Retrieval Augmented Generation (RAG) Architektur ist die Vektor-Datenbank (Vector DB) das Herzstück. Sie liefert dem Large Language Model (LLM) den Kontext aus Ihren Unternehmensdaten. Doch während herkömmliche Datenbanken vor allem Disk-I/O-optimiert sind, stellen Vektor-Datenbanken wie Qdrant, Weaviate oder Milvus völlig neue Anforderungen an Ihre Kubernetes Infrastruktur.
Wenn die Suche nach relevanten Dokumenten zu lange dauert, nützt auch die schnellste GPU für die Inferenz nichts. Die User Experience (UX) Ihrer KI-App steht und fällt mit der Latenz Ihrer Vektor-Suche.
Vektor-Datenbanken sind extrem ressourcenintensiv, insbesondere was den Arbeitsspeicher und die Netzwerklatenz betrifft. Hier sind die drei kritischen Stellschrauben für den Betrieb auf K8s:
Vektor-Indizes (wie HNSW – Hierarchical Navigable Small World) müssen fast vollständig im Arbeitsspeicher liegen, um Millisekunden-Latenzen bei der Ähnlichkeitssuche zu garantieren.
limits und requests für den Arbeitsspeicher identisch (Guaranteed QoS Class), um Swapping zu verhindern. Nutzen Sie zudem HugePages in Ihrem K8s-Knoten-Setup, um den Overhead bei der Speicherverwaltung großer Indizes zu reduzieren.Obwohl die Suche im RAM stattfindet, müssen die Daten persistent auf Disk liegen. Das Laden der Indizes beim Starten eines Pods kann bei großen Datensätzen Minuten dauern.
Ein oft unterschätzter Faktor ist die Latenz zwischen dem Dienst, der die Embeddings (Vektoren) erzeugt, und der Vektor-Datenbank selbst.
Nicht jedes Unternehmen kann es sich leisten, Terabytes an Daten im teuren RAM vorzuhalten. Moderne Vektor-DBs bieten Techniken wie Product Quantization (PQ) oder DiskANN, um Teile des Index auf die SSD auszulagern.
Vektor-Datenbanken in Kubernetes zu betreiben bedeutet, sich von der “Stateless”-Mentalität zu verabschieden. Sie benötigen dedizierte Nodes mit viel RAM und schneller Storage-Anbindung. Wer seine Vektor-DB wie eine Standard-Web-App behandelt, wird bei steigenden Datenmengen unweigerlich Performance-Probleme bekommen.
Welche Vektor-DB ist die beste für Kubernetes? Es gibt keinen pauschalen Sieger. Qdrant ist in Rust geschrieben und extrem ressourceneffizient. Milvus ist hochgradig modular und lässt sich exzellent horizontal skalieren (cloud-native pur), ist aber komplexer im Betrieb. Weaviate bietet eine hervorragende GraphQL-Anbindung und einfache Integrationen.
Wie wichtig ist die CPU für Vektor-Datenbanken? Extrem wichtig. Die Berechnung von Distanzen (Cosine Similarity, Euclidean Distance) während der Suche ist CPU-intensiv. Nutzen Sie CPUs mit AVX-512 oder ähnlichen Befehlssatzerweiterungen, da Vektor-DBs diese zur massiven Beschleunigung der Berechnungen nutzen.
Brauche ich GPUs für meine Vektor-Datenbank? In der Regel nein. Die Suche (Retrieval) läuft auf der CPU und im RAM. GPUs werden für die Erzeugung der Vektoren (Embedding) benötigt, aber selten für die Speicherung und Suche innerhalb der Datenbank selbst.
Ist Ihre RAG-Pipeline bereit für die Skalierung? Die Wahl und Konfiguration Ihrer Vektor-Datenbank entscheidet darüber, ob Ihre KI-Applikation begeistert oder frustriert. Wir bei ayedo unterstützen Sie dabei, die optimale Speicher- und Compute-Strategie für Ihre Vektor-Workloads in Kubernetes umzusetzen.
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