Einführung des Headlamp-Plugins für Karpenter - Skalierung und Sichtbarkeit
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Der klassische Horizontal Pod Autoscaler (HPA) von Kubernetes ist wie ein Thermostat: Wenn es im Zimmer zu warm wird (CPU > 80 %), geht die Klimaanlage an. Das funktioniert für Standard-Web-Apps gut, versagt aber in modernen, ereignisgesteuerten Architekturen.
Was ist, wenn Ihre CPU-Last niedrig ist, aber in Ihrer Kafka-Queue 10.000 unbearbeitete Aufträge liegen? Oder wenn Ihr System auf einen plötzlichen Spike von Webhooks reagieren muss? Hier stößt das Standard-Scaling an seine Grenzen. Die Lösung für 2026 heißt KEDA (Kubernetes Event-driven Autoscaling).
Standard-Scaling ist reaktiv. Es wartet, bis die Hardware “schwitzt”. In datenintensiven Szenarien führt das zu Problemen:
KEDA ist ein leichtgewichtiger Operator, der den HPA nicht ersetzt, sondern ihm “Augen und Ohren” für die Außenwelt gibt. KEDA beobachtet externe Quellen (Scalers) und sagt dem HPA genau, wie viele Instanzen benötigt werden.
| Feature | Standard HPA | KEDA |
|---|---|---|
| Metriken | Nur Ressourcen (CPU/RAM) | Über 60+ Event-Quellen (S3, Kafka, SQL, …) |
| Scale-to-Zero | Nein (Minimum 1 Pod) | Ja (spart massiv Kosten) |
| Reaktionszeit | Träge (wartet auf Auslastung) | Sofort (reagiert auf das Event) |
| Komplexität | Sehr niedrig | Mittel (Konfiguration der Scaler nötig) |
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Für den Mittelstand ist das Potenzial von KEDA bei den Cloud-Kosten enorm. Viele Hintergrundprozesse (Cron-Jobs, Import-Worker, PDF-Generatoren) werden nur sporadisch benötigt. Mit KEDA verbrauchen diese Services exakt null Ressourcen, solange keine Arbeit in der Queue liegt. Sobald eine Nachricht eintrifft, “weckt” KEDA den Service auf. Das ist Serverless-Feeling auf Ihrer eigenen Kubernetes Infrastruktur.
[Image showing a scaling graph: CPU-based scaling (delayed, staircase) vs. Event-based scaling with KEDA (aligned with message peaks)]
Echtes Autoscaling sollte sich nach Ihrem Geschäftserfolg richten, nicht nach der Temperatur Ihrer Prozessoren. KEDA macht Ihre Infrastruktur intelligent und reaktionsschnell. Wer 2026 moderne Backend-Architekturen betreibt, kommt an event-gesteuertem Scaling nicht mehr vorbei.
Ist KEDA ein Ersatz für den Cluster Autoscaler? Nein. KEDA skaliert die Pods. Wenn der Platz auf den physischen Nodes nicht mehr reicht, muss weiterhin der Cluster Autoscaler (oder Karpenter) neue Nodes hinzufügen. KEDA sorgt lediglich dafür, dass der Bedarf schneller und präziser gemeldet wird.
Kann KEDA auch mit Prometheus-Metriken skalieren? Ja, das ist einer der mächtigsten Scaler. Sie können jede beliebige Metrik, die Sie bereits in Prometheus sammeln (z.B. Fehlerraten oder Business-KPIs), als Trigger für das Scaling Ihrer Pods nutzen.
Gibt es eine Verzögerung beim Aufwachen aus der Null-Skalierung? Ja, der sogenannte “Cold Start”. Da der Pod erst gestartet werden muss, wenn die erste Nachricht eintrifft, entsteht eine kurze Latenz. Für Echtzeit-User-Interfaces ist Scale-to-Zero daher oft nicht ideal, für asynchrone Worker jedoch perfekt.
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