Kubernetes als Fundament digitaler Souveränität
Warum die Open-Source-Technologie mehr ist als nur Container-Orchestrierung Wenn heute über …

Das klassische Modell des „Data Lake" ist gescheitert. Unternehmen haben Millionen in Infrastruktur investiert, um Daten an einem Ort zu sammeln, nur um festzustellen, dass diese Daten dort „verrotten", weil der Kontext fehlt. Das Data Mesh bricht mit diesem Paradigma: Statt Daten in einen zentralen See zu schütten, verbleiben sie dort, wo sie entstehen – in der Verantwortung der jeweiligen Fachdomäne (z. B. Logistik, Sales, Produktion).
Technisch gesehen wandelt sich die Infrastruktur von einer monolithischen Speicherarchitektur hin zu einer dezentralen Microservice-Architektur für Daten.
Jede Fachabteilung betreibt ihre eigenen Daten-Infrastrukturen innerhalb des Firmen-Clusters. Die Logistik-Abteilung verwaltet ihre eigenen SQL-Instanzen, S3-Buckets und Kafka-Topics.
Daten sind kein Abfallprodukt, sondern ein Produkt, das über definierte Schnittstellen (APIs) „verkauft" wird. Jedes Datenprodukt muss auffindbar, adressierbar, vertrauenswürdig und interoperabel sein.
Damit nicht jede Fachabteilung ein eigenes Data-Engineering-Team braucht, stellt das zentrale IT-Team (z.B. ayedo) eine Plattform bereit, die Tools zur Verfügung stellt.
Dies ist der schwierigste Teil: Wie stellen wir sicher, dass dezentrale Daten zusammenpassen? Die Governance wird im Code automatisiert („Computational").
Ein Datenprodukt im Data Mesh ist mehr als nur eine Tabelle. Es ist ein Verbund aus:
Durch die Kapselung dieser drei Elemente in einer standardisierten Einheit (dem Container) können Datenprodukte über Domänengrenzen hinweg konsumiert werden, ohne dass das zentrale Team intervenieren muss.
Um ein funktionales Data Mesh zu betreiben, implementieren wir eine Data Fabric als technisches Bindegewebe:
Ist Data Mesh nicht nur eine Ausrede für neue Datensilos? Nein. Silos entstehen durch mangelnde Interoperabilität und fehlende Standards. Das Data Mesh erzwingt durch die “Federated Governance” globale Standards. Die Daten sind dezentral gespeichert, aber zentral auffindbar und kombinierbar.
Welche Rolle spielt GraphQL im Data Mesh? GraphQL eignet sich hervorragend als “Unified API Layer”. Man kann ein föderiertes Schema aufbauen, bei dem eine Abfrage Daten aus verschiedenen Domänen-Produkten zusammenführt, ohne dass der Nutzer wissen muss, wo diese physisch liegen.
Wie verhindern wir doppelte Datenhaltung (Storage Costs)? Im Data Mesh gilt: “Storage is cheap, brain power is expensive.” Eine gewisse Redundanz wird in Kauf genommen, um die Autonomie der Teams zu wahren. Die Kosteneffizienz kommt durch die Vermeidung von Fehlern und die drastisch verkürzte Zeit für die Datenbereitstellung.
Was ist der Unterschied zwischen Data Mesh und einem Data Fabric? Data Mesh ist primär ein organisatorisches und architektektonisches Konzept (Domänenfokus). Data Fabric ist die technologische Implementierung (Tools, Automatisierung, Metadaten-Management), die das Mesh erst möglich macht.
Brauchen wir für Data Mesh zwingend Kubernetes? Nicht zwingend, aber es ist das ideale Betriebssystem dafür. Die Fähigkeit, Ressourcen deklarativ zu beschreiben und über Namespaces sauber zu trennen, macht die Verwaltung eines komplexen Meshes erst handhabbar.
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„Das können wir nicht in die Cloud schieben, das ist ein Monolith." Diesen Satz hören wir oft. …