Disaster Recovery Strategien für geschäftskritische K8s-Workloads
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In der IT-Sicherheit galt lange das Prinzip der „Festung": Hohe Mauern, tiefe Gräben (Firewalls). Doch die Realität 2026 zeigt: Wenn ein Angreifer erst einmal im Netzwerk ist (z. B. durch gestohlene Credentials), bewegt er sich oft wochenlang unbemerkt horizontal durch die Infrastruktur. Hier setzt Deception Technology an. Statt nur zu blockieren, verwandeln wir die Infrastruktur in ein digitales Minenfeld aus Täuschungen.
Das Ziel: Den Angreifer dazu bringen, sich zu offenbaren, indem er mit Ressourcen interagiert, die es eigentlich gar nicht geben dürfte.
In modernen Container–Umgebungen lässt sich Täuschung hocheffizient und automatisiert umsetzen. Wir bauen eine „Schatten-Infrastruktur" auf, die für legitime Nutzer unsichtbar, für Angreifer aber unwiderstehlich ist.
Wir deployen isolierte Container (Pods), die wie kritische Anwendungen aussehen – zum Beispiel eine veraltete Datenbank oder ein schlecht gesichertes Admin-Dashboard.
Honeytokens sind fingierte Daten, die wir im System verteilen. Das können gefälschte API-Keys in einer CI/CD-Pipeline, fingierte Administrator-Passwörter in einer secrets.yaml oder Fake-Einträge in einer Datenbank sein.
Durch Service Meshes (wie Istio oder Linkerd) können wir Netzwerke simulieren, die für einen Angreifer attraktiv wirken, ihn aber in eine Sackgasse führen.
Besonders bei dezentraler Infrastruktur (Edge Computing), wo die physische Sicherheit oft geringer ist, bietet Täuschung einen entscheidenden Vorteil. Sollte ein Edge-Knoten physisch kompromittiert werden, kann die Deception-Logik verhindern, dass der Angreifer von dort aus tiefer in das Kern-Netzwerk vordringt. Er verfängt sich stattdessen in der lokalen Täuschungsschicht.
Verlangsamt die Täuschungsschicht nicht die Performance des Clusters? Kaum. Moderne Honeypods sind extrem leichtgewichtig (Micro-Container). Da sie keinen echten Traffic verarbeiten, verbrauchen sie nahezu keine CPU-Leistung. Der Sicherheitsgewinn steht in keinem Verhältnis zum minimalen Overhead.
Erkennt ein professioneller Hacker diese Fallen nicht sofort? Gute Deception-Systeme sind so tief in die Architektur integriert, dass sie sich technisch nicht von echten Diensten unterscheiden. Selbst wenn der Angreifer vermutet, dass es sich um eine Falle handelt, wird er extrem vorsichtig – was sein Vorankommen verlangsamt und ihn zwingt, mehr Spuren zu hinterlassen.
Ersetzt Deception meine Firewall? Nein. Deception ist die zweite Verteidigungslinie. Während die Firewall grobe Angriffe abwehrt, fängt Deception die „leisen" Angreifer ab, die bereits im System sind (Post-Breach Detection).
Sind Honeypots gefährlich, weil sie Angreifer erst anlocken? Ein weit verbreiteter Irrtum. Honeypots locken keine Angreifer an, die nicht ohnehin schon in Ihrem Netzwerk sind. Sie dienen dazu, die bereits Anwesenden sichtbar zu machen, bevor diese echten Schaden anrichten können.
Wie reagiert man automatisiert auf einen Deception-Alarm? Das ist die Stärke von Cloud-Native: Wenn ein Honeypod einen Zugriff meldet, kann eine automatisierte Security Policy (z. B. via Cilium) den betroffenen Quell-Pod oder Nutzer sofort isolieren (Quarantäne), während das Incident-Team informiert wird.
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