September 2026

Edge Cloud, Infrastruktur-Partner und Brand-Team-Geschäftsreise: der ayedo Newsletter im September 2026.

Alien mit Edge-Cloud-Flagge auf einer Mondlandschaft

ayedo Edge Cloud: Die Infrastruktur vor der Infrastruktur

Wer hochverfügbare Anwendungen baut, investiert viel Aufwand in redundante Kubernetes-Cluster, verteilten Storage und ausfallsichere Datenbanken. Dabei wird eine andere Failure Domain schnell übersehen: die Infrastruktur vor dem eigentlichen Workload.

DNS, Routing und Loadbalancing entscheiden schließlich darüber, ob eine Anwendung überhaupt erreichbar ist.

Mit der ayedo Edge Cloud betreiben wir diese Funktionen deshalb als eigenständige Infrastrukturschicht. Entscheidend ist dabei die Trennung von Edge und Compute: Die Backends müssen nicht in unserer Cloud liegen. Sie können bei ayedo, bei einem anderen Provider, in mehreren Clouds oder On-Premises betrieben werden.

Damit lässt sich die Edge-Schicht auch nutzen, um unterschiedliche Infrastrukturen unter einem gemeinsamen Eintrittspunkt zusammenzuführen.

Anycast statt einzelner Eintrittspunkte

Die technische Grundlage bildet unser Multi-Homed Edge-Netzwerk mit mehreren Points of Presence in der EU.

Traffic wird über Anycast geroutet. Dabei wird dieselbe IP-Adresse von mehreren Standorten angekündigt und das Routing entscheidet anhand der verfügbaren Netzwerkpfade, über welchen PoP eine Verbindung geführt wird.

Das hat einen wichtigen Vorteil gegenüber Architekturen, bei denen Failover primär über DNS realisiert wird: Ändert sich die Erreichbarkeit eines Standorts, muss nicht zunächst ein DNS-Eintrag aktualisiert und anschließend auf das Ablaufen von TTLs gewartet werden.

Fällt ein Edge-Standort aus oder ist über einen bestimmten Pfad nicht mehr erreichbar, kann das Routing den Traffic über einen anderen verfügbaren PoP führen.

Auf dieser Infrastruktur stellen wir Layer-4-Loadbalancing über Anycast bereit. TCP-Verbindungen können so über mehrere Edge-Standorte angenommen und anschließend an die konfigurierten Backend-Systeme weitergeleitet werden.

Die Backends bleiben dort, wo sie hingehören

Hinter einem Loadbalancer lassen sich mehrere Backend-Endpoints beziehungsweise Backend-Pools konfigurieren.

Die Edge Cloud überprüft deren Erreichbarkeit kontinuierlich über Health Checks. Ist ein Endpoint nicht mehr erreichbar, kann er aus der Traffic-Verteilung entfernt werden.

Das ist insbesondere für verteilte Architekturen interessant.

Ein Unternehmen kann beispielsweise Kubernetes-Cluster in unterschiedlichen Rechenzentren betreiben und davor einen gemeinsamen Edge-Layer setzen. Ebenso kann eine bestehende On-Premises-Infrastruktur eingebunden werden, ohne dass die eigentlichen Workloads zunächst zu ayedo migriert werden müssen.

Für uns ist diese Entkopplung ein wesentlicher Bestandteil der Architektur.

Edge-Infrastruktur sollte keine neue Abhängigkeit von der darunterliegenden Compute-Plattform erzeugen.

DNS, Loadbalancing und WAF am Edge

Neben dem Loadbalancing stellen wir Anycast DNS bereit. DNS-Anfragen können damit ebenfalls über mehrere Regionen beantwortet werden, anstatt von einem einzelnen Standort abhängig zu sein.

Für HTTP(S)-Workloads ergänzt eine Web Application Firewall die Edge-Infrastruktur. Schutzmechanismen können dadurch greifen, bevor eine Anfrage das eigentliche Cluster oder Rechenzentrum erreicht.

Die Edge Cloud übernimmt damit mehrere Funktionen, die häufig getrennt betrachtet werden:

DNS sorgt für die Namensauflösung. Anycast bringt die Verbindung zu einem erreichbaren Edge-Standort. Der Loadbalancer verteilt sie auf verfügbare Backends. Health Checks entscheiden, welche Endpoints tatsächlich Traffic erhalten. Die WAF kann HTTP(S)-Traffic bereits vor dem Backend prüfen.

Die eigentliche Anwendung bleibt davon unabhängig.

Nicht nur für den Browser

Ein wichtiger Unterschied liegt außerdem auf Layer 4.

Die Edge Cloud ist nicht ausschließlich als Reverse Proxy für klassische HTTP-Anwendungen gedacht. Durch das L4-Loadbalancing lassen sich auch TCP-basierte Dienste über die Edge-Infrastruktur bereitstellen.

Unterstützt wird außerdem Proxy Protocol v1 und v2. Damit können Informationen über die ursprüngliche Verbindung an das Backend weitergegeben werden, obwohl zwischen Client und Anwendung der Loadbalancer sitzt.

Für den operativen Betrieb stehen Endpoint Monitoring und Prometheus-Metriken zur Verfügung. Damit lässt sich der Zustand der Edge- und Backend-Infrastruktur in bestehende Monitoring- und Observability-Umgebungen integrieren.

Bei dedizierten Setups können darüber hinaus eigene IP-Präfixe über Bring Your Own IP (BYOIP) eingebunden werden. Unternehmen können damit ihre eigenen Adressbereiche nutzen, anstatt die externe Erreichbarkeit zwingend an IP-Adressen des Plattformbetreibers zu koppeln.

Shared ab 49,95 Euro pro Monat

Wir bieten die Infrastruktur sowohl als Shared- als auch als dediziertes Modell an.

Der Shared Loadbalancer startet bei 49,95 Euro pro Monat. Enthalten sind 1 TB Traffic, bis zu 10.000 Connections, EU-weites Anycast-Routing, Health Checks, Endpoint Monitoring und Prometheus-Metriken.

Damit eignet sich das Shared-Modell auch für Anwendungen, bei denen eine eigene globale beziehungsweise europäische Edge-Infrastruktur wirtschaftlich kaum sinnvoll selbst betrieben werden könnte.

Für größere Umgebungen und Anforderungen an dedizierte Infrastruktur stehen entsprechend dedizierte Cluster zur Verfügung.

Souveränität ist auch eine Frage der Architektur

Die Diskussion über digitale Souveränität konzentriert sich häufig auf den Standort von Daten und die Herkunft eines Cloud-Anbieters. Beides ist relevant, greift technisch aber zu kurz.

Entscheidend ist auch, wie viele Komponenten einer Architektur zwingend voneinander abhängen.

Wenn DNS, Edge, Compute und Storage nur gemeinsam bei einem Provider funktionieren, entsteht ein erheblicher technischer Lock-in – unabhängig davon, wie portabel der eigentliche Container ist.

Deshalb haben wir Edge und Compute bewusst getrennt.

Ein Kubernetes-Cluster kann ersetzt werden. Ein Backend kann umziehen. Ein zusätzlicher Standort kann hinzukommen. Die Edge-Schicht muss deshalb nicht ebenfalls neu gebaut werden.

Umgekehrt zwingt die Nutzung unserer Edge Cloud niemanden dazu, seine Compute-Infrastruktur bei ayedo zu betreiben.

Für uns bedeutet digitale Souveränität nicht, alles selbst betreiben zu müssen. Sie bedeutet, Architekturentscheidungen treffen und später auch wieder ändern zu können.

Genau dafür haben wir die ayedo Edge Cloud gebaut: als unabhängige Ebene für DNS, Routing, Loadbalancing und Schutz vor den eigentlichen Workloads.

ayedo Alien schaut mit einem Teleskop ins All

Wir suchen Infrastruktur-Partner für die ayedo Compute Cloud

Wir bauen die ayedo Compute Cloud weiter aus – und suchen dafür Infrastruktur-Partner in Deutschland und Europa.

Im Rahmen einer aktuellen Markterkundung möchten wir mit IaaS-Providern, Rechenzentrumsbetreibern, MSPs und Systemhäusern ins Gespräch kommen, die über eigene oder verfügbare Compute-Infrastruktur verfügen und Interesse daran haben, diese gemeinsam mit ayedo als Cloud-Angebot bereitzustellen.

Das Prinzip: Ihr betreibt Rechenzentrum, Hardware und Virtualisierung. ayedo übernimmt die darüberliegende Cloud-Ebene – von Orchestrierung und Kubernetes über Networking und Lifecycle bis hin zu Abrechnung und Endkunden-Portal.

Dabei interessieren uns ausdrücklich nicht nur die großen und bekannten Cloud-Standorte. Wir möchten insbesondere herausfinden, welche regionalen und europäischen Compute-Kapazitäten verfügbar sind und wie wir diese in die ayedo Cloud integrieren können.

Dafür haben wir eine strukturierte Markterkundung gestartet. Gefragt sind unter anderem Informationen zu Standorten, Zertifizierungen, Compute, Virtualisierung, Netzwerk, Storage, Provisionierung und indikativen Konditionen. Auch Teilantworten sind willkommen.

Ihr betreibt entsprechende Infrastruktur oder kennt einen Anbieter, mit dem wir unbedingt sprechen sollten?

👉 An der Markterkundung teilnehmen:
https://portal.ayedo.cloud/markterkundung-compute-cloud

Die Teilnahme ist unverbindlich und vertraulich. Wir freuen uns auf spannende neue Standorte und Partner für die ayedo Compute Cloud.

ayedo Alien als Brand-Team-Mitglied am Strand mit Laptop und Kamera

Das Brand Team geht auf Geschäftsreise.

Vor rund anderthalb Jahren haben wir einen damaligen Social-Media-Trend aufgegriffen und daraus eine kleine Wette mit unserer Geschäftsführung gemacht:

Erreicht eines unserer Videos 3.000 Likes, darf unser Brand Team für drei Tage nach Mallorca.

Das Ziel haben wir nicht nur erreicht, sondern deutlich übertroffen:
Das entsprechende Video kam auf TikTok auf knapp 7.000 Likes.

Damit war die Wette gewonnen – und nun ist es auch offiziell:
Im Oktober geht es für unser Brand Team zum Closing nach Mallorca.

Was damals vor allem als unterhaltsame Social-Media-Aktion begonnen hat, zeigt rückblickend auch, wie stark sich unser Content in den vergangenen Monaten weiterentwickelt hat.

Heute erreichen wir mit unseren Videos regelmäßig mehrere Hunderttausend Menschen pro Monat. In besonders starken Monaten liegt unsere Reichweite sogar bei bis zu rund einer Million Menschen.

Diese Entwicklung zeigt uns, dass authentischer Content, ein eigener Stil und der Mut, auch einmal neue Formate auszuprobieren, funktionieren können.

Natürlich wird deshalb auch auf Mallorca nicht nur abgeschlossen und gefeiert.

Als Brand Team werden wir die Gelegenheit nutzen, neue Inhalte zu produzieren, Formate auszuprobieren und den Trip auch kommunikativ zu begleiten. Die Kameras gehören also selbstverständlich mit ins Gepäck.

Aus einer kleinen Social-Media-Wette ist damit nach anderthalb Jahren nicht nur eine Reise geworden, sondern auch ein schöner Anlass, auf die Entwicklung unseres Brand Teams und unserer Social-Media-Kanäle zurückzublicken.

Im Oktober heißt es deshalb für drei Tage:

Büro gegen Mallorca, Alltag gegen Closing – und natürlich jede Menge neuer Content.